Befristung

Arbeitgeber und Arbeitnehmer können einen Arbeitsvertrag befristet - also für eine bestimmte Dauer - abschließen. Eine solche Befristung ist zulässig als sogenannte Sachgrund-Befristung oder als Zeit-Befristung. Eine Befristung-Abrede ist zu ihrer Wirksamkeit schriftlich zu vereinbaren.
 
Eine Zeit-Befristung ist zulässig für die Dauer von maximal 2 Jahren; sie kann innerhalb dieses Zeitraums maximal dreimal verlängert werden, § 14 Abs. 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz. In den ersten vier Jahren nach Gründung eines Unternehmens ist die Befristung bis zu einer Gesamtdauer von 4 Jahren zulässig. Bei Arbeitnehmern, die das 52. Lebensjahr vollendet haben und mindestens 4 Monate arbeitslos waren, ist die Befristung bis zur Dauer von 5 Jahren zulässig.
Die reine Zeit-Befristung bedarf keines Sachgrundes.
 
Eine Sachgrund-Befristung ist zulässig, wenn insbesondere einer der in § 14 Abs. 1 Nummer 1 bis 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz genannten Gründe vorliegt. In diesem Fall ist die Befristung auch für eine längere Dauer als 2 Jahre zulässig.
 
Eine Zeit-Befristung im Anschluss an eine bereits erfolgte Sachgrund-Befristung ist stets unwirksam.
 
Ist eine Befristung aus formalen Gründen unwirksam oder liegt kein zulässiger Befristungsgrund vor, so gilt das Arbeitsverhältnis auf unbestimmte (unbefristete) Zeit eingegangen. Will der Arbeitnehmer die Unwirksamkeit der Befristung geltend machen, so muss er innerhalb von 3 Wochen nach dem vereinbarten Befristungsende eine sogenannte Entfristungsklage beim zuständigen Arbeitsgericht erheben. Diese ist gerichtet auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis nicht durch die Befristungsabrede zu einem bestimmten Zeitpunkt enden wird.