Internationales Arbeitsrecht

Der Begriff „Internationales Arbeitsrecht“ ist eigentlich irreführend. Genau genommen hat jedes Land sein eigenes nationales Arbeitsrecht und dazu seine eigene Rechtsprechung. Allerdings wird dieses Arbeitsrecht vom Europäischen Recht (EU-Verträge, Verordnungen und Richtlinien) überlagert und von der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg mitgeprägt.
 
Daneben gibt es auf EU-Ebene Regelungen die die internationale Zuständigkeit (EuGVVO, LugÜ) der nationalen Gerichte und das jeweils anzuwendende Recht zum Gegenstand haben (Rom I).
 
Die Kunst der anwaltlichen Beratung liegt darin, die „Auslandsberührung“ und damit die Internationalität eines Sachverhalts zu erkennen und anhand der internationalen Abkommen die Gerichtszuständigkeit und das anzuwendende Recht zutreffend zu bestimmen. Ist hierbei das Arbeitsrecht eines anderen Landes anzuwenden, ist dem deutschen Anwalt dringend anzuraten, sich der Unterstützung der fachkundigen Kollegen des anderen Landes zu bedienen.