Schiedsgerichtsorganisation

Schiedsgerichtsorganisationen halten in der Regel ständige Schiedsgerichte bereit (sog. Institutionelle Schiedsgerichtsbarkeit). Der Hintergrund ist folgender: Zwar können die Parteien Ort, Räume, Schiedsrichter und Verfahren grundsätzlich selbst bestimmen; sie müssen sich dann aber auch um die komplette Ablauforganisation (technische und personelle Ausstattung, Zustellung von Schriftstücken etc. kümmern. Da dies für die Parteien meist viel zu aufwendig ist, greifen sie auf bestehende Schiedsgerichtsorganisationen, deren Schiedsgerichte und Schiedsordnungen zurück.
 
Schiedsgerichtsorganisationen sind unter anderem:
 
In Deutschland:
 
  • Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit
  • Schiedsgericht der Handelskammer Hamburg
  • Freundschaftliche Arbitrage Hamburg
  • Berliner Schiedsgericht
  • Schiedsgericht beim Ausschuss für Schiedsgerichtswesen in Bonn
 
Auf internationaler Ebene
 
  • Internationale Handelskammer in Paris (ICC)
  • American Arbitration Association in New York
  • London Court of Arbitration
  • Japan Commercial Arbitration Association
  • Züricher Handelskammer
  • Stockholmer Handelskammer
  • Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft in Wien
  • Social Commission for Asia and the Pacific (ACAPE)
  • Inter-American Arbitration Commission
  • UNICTRAL (United Nations Commission on International Trade Law)
  • China International Economic And Trade Arbitration Commission (CIETAC), seit 01.10.2001 CCIC-Court of Arbitration