Bilderklau in Form des "Embedded Content"

30.04.2012

Nach ei­ner Ent­schei­dung des OLG Düs­sel­dorf be­steht ein er­heb­li­cher - und für die Fra­ge der Ur­he­be­rrechts­ver­let­zung ent­schei­den­der - Un­ter­schied, ob mit dem Set­zen ei­nes Hy­per­links der Weg zu ei­nem ur­he­ber­recht­lich ge­schüt­zten Werk (hier: 2 Fo­tos) auf ei­ne Web­site ge­wie­sen wird oder die Ein­bin­dung sol­cher ge­schütz­ten Wer­ke in Form des "Em­bed­ded Con­tent" auf der ei­ge­nen Web­site er­folgt. Denn der­je­ni­ge, so das OLG Düs­sel­dorf, der ei­nem Hy­per­link auf ei­ne vom Be­rech­tig­ten öffent­lich zu­gäng­lich ge­mach­te Web­site mit ei­nem ur­he­ber­recht­lich ge­schütz­ten Werk setzt, hält das Werk we­der selbst öf­fent­lich zum Ab­ruf be­reit, noch über­mit­telt er es auf Ab­ruf an Drit­te. Er ver­weist da­mit le­dig­lich auf das Werk in ei­ner Wei­se, die Nut­zern den be­reits er­öf­f­ne­ten Zu­gang er­leich­tert ..., wo­rin kei­ne Ver­let­zung des Rechts des Ur­he­bers aus § 19a UrhG auf öf­fent­lich Zu­gäng­lich­ma­chung liegt. Bei dem "Em­bed­ded Con­tent" da­ge­gen wird das ge­schütz­te Werk durch den Link­set­zen­den öf­fent­lich zum Ab­ruf be­reit ge­hal­ten.
 
OLG Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 08.11.2011 - I-20 U 42 / 11

 
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